In Form häufig gestellter Fragen und ihrer Antworten informieren wir Sie genauer über den LifeGem Erinnerungsdiamanten.
1 Was ist ein LifeGem® Erinnerungsdiamant?
Ein LifeGem® Erinnerungsdiamant ist ein echter Diamant, der mithilfe des nach einer Feuerbestattung in der Asche befindlichen Kohlenstoffs hergestellt wird.
2 Ist es ein echter Diamant?
Ja, ein LifeGem Erinnerungsdiamant ist ein echter Diamant. Diamanten entstehen in der Natur aus Kohlenstoff, der tief in der Erde unter hohem Druck und hoher Temperatur »kristallisiert«. LifeGem verwendet Diamantpressen, die diesen Prozess beschleunigt ausführen (hoher Druck und hohe Temperatur). Die von diesen Pressen hergestellten Diamanten entsprechen in ihrer physischen Gestalt den in der Natur vorgefundenen: dieselbe Härte (10 auf der Härteskala von Mohs), dasselbe Funkeln und Feuer und dieselben Verarbeitungsmöglichkeiten.
3 Wie verläuft der Herstellungsprozess eines LifeGem Erinnerungsdiamantent?
Als Grundzüge lassen sich vier Phasen unterscheiden.
1>
Aus einem Teil der Asche (LifeGem benötigt für die Herstellung einen relativ kleinen Teil der gesamten Asche) wird der Kohlenstoff gewonnen. Dieser wird danach gereinigt.
2>
Der Kohlenstoff (ca. ein Teelöffel voll, ± 5 g) wird in eine Diamantpresse gelegt, wo in einem Zeitraum von acht bis neun Tagen (je nach gewünschtem Karatgewicht) bei hohem Druck und hoher Temperatur ein Rohdiamant entsteht.
3>
Dieser Rohdiamant wird in eine von den Hinterbliebenen angegebene Form geschliffen. Standardmäßig bietet LifeGem die Auswahl aus einem Diamanten mit Brillant-Schliff (rund), Princess-Schliff (quadratisch) oder Smaragd-Schliff (achteckig mit stumpfen Ecken). Auf Wunsch sind auch andere Schliffe möglich.
4>
Nachdem der Diamant geschliffen wurde, wird er zertifiziert und mit einem eindeutigen Kennzeichen versehen, das als Identifikation dieses Diamanten gilt. Dieses Kennzeichen wird dem Material bereits bei der Annahme der Asche zugewiesen (und dient als Grundlage für das fortschrittliche Tracking- und Tracing-System) und dann mithilfe eines Kaltlasers in den Diamanten eingebracht. Auf Wunsch kann hier auch ein persönlicher Text eingraviert werden. Der Diamant wird den Hinterbliebenen zusammen mit dem Echtheitszertifikat nach einer durchschnittlichen Prozesszeit von 18 bis 26 Wochen ausgehändigt.
4 LifeGem fügt in gegebenen Fällen natürlichen Kohlenstoff hinzu? Warum?
LifeGem fertigt echte Diamanten mithilfe des Kohlenstoffs aus Kremationsasche an. In gegebenen Fällen beschließt LifeGem aus praktischen Gesichtspunkten und vor allem aus Sicherheitserwägungen, natürlichen Kohlenstoff hinzuzufügen. Die Gründe hierfür sind:
1>
Der Kohlenstoffgehalt der Asche kann unzureichend sein. Nicht alle Kohlenstoffarten eignen sich für die Anfertigung von Diamanten; wichtig hierbei ist der Gehalt an elementarem Kohlenstoff (Quelle: TNO). Der Kohlenstoffgehalt hängt insbesondere von der Vollständigkeit des Kremationsprozesses ab. Je vollständiger die Kremation vonstatten geht (je länger die Dauer der Kremation und je höher die Temperatur dabei ist), desto weniger elementarer Kohlenstoff ist vorhanden. Dies lässt sich visuell beurteilen: je heller die Asche auf einer Skala von weiß bis schwarz ist, desto weniger Kohlenstoff enthält sie. Obwohl immer Kohlenstoff vorhanden ist, kann der Gehalt mitunter so niedrig sein, dass sogar bei Verwendung der gesamten Asche eine unzureichende Menge an elementarem Kohlenstoff verfügbar ist, um:
a. auch nur einen einzigen LifeGem Diamanten anzufertigen
b. mehrere LifeGem Diamanten anzufertigen, falls mehrere Hinterbliebene über ein Exemplar verfügen möchten
c. zusätzlichen Kohlenstoff verfügbar zu haben für den Ausnahmefall, dass der Prozess misslingt (Sicherheit)
d. zusätzlichen Kohlenstoff verfügbar zu haben für den Fall, dass ein LifeGem Erinnerungsdiamant verloren geht und die verbliebene Asche von den Hinterbliebenen verstreut worden ist.
2>
Die Gesamtmenge reicht nicht aus. Dies kann der Fall sein bei der Einäscherung eines kleinen Kindes oder eines Frühchens. Hierbei entstehen lediglich einige Hundert Gramm Asche, während dies bei einem Erwachsenen im Schnitt 2 bis 2,5 kg sind. Auch dann liegt zu wenig Ausgangsmaterial vor (die unter 1 a-d genannten Punkte finden entsprechende Anwendung).
5 Warum verwendet LifeGem nicht mehr Kremationsasche?
LifeGem verwendet standardmäßig eine kleine Menge der gesamten Kremationsasche, um einen oder mehrere Diamanten anzufertigen. Die Phase der Kohlenstoffreinigung ist ein destruktiver Prozess. Das heißt: alle Stoffe außer Kohlenstoff werden vernichtet. LifeGem will auch deshalb nicht unnötig persönliches Material während der Kohlenstoffreinigungsphase vernichten.
Auf der Grundlage unserer weltweit gewonnenen Erfahrungen wissen wir, dass die Verwendung einer geringen Menge der vorhandenen Asche für die Anfertigung als wichtiger empfunden wird als die Tatsache, ob der Diamant nun zu 100 % aus dem Ausgangsmaterial besteht oder nur zu zum Beispiel 75 % oder 50 %. Dabei gilt als Ausgangsmaterial der von allen verbrannten Elementen stammende Kohlenstoff, also zum Beispiel auch vom Sarg.
Ein Erinnerungsdiamant, der zu 100 % aus persönlichem Kohlenstoff besteht, ist auf dieser Grundlage also NICHT möglich. Es lässt sich nicht zwischen dem elementaren Kohlenstoff aus dem Körper und dem aus anderen Elementen unterscheiden. Sämtliche wissenschaftlichen Grundlagen hat LifeGem Europe BV ausführlich mit dem niederländischen Institut für angewandte naturwissenschaftliche Forschung TNO besprochen.
Es erwies sich stattdessen, dass Hinterbliebene großen Wert darauf legen, ein Produkt in bester Qualität zu erhalten und es mit einer zuverlässigen Firma zu tun zu haben, bei der man eine sichere Verarbeitung, eine respektvolle Arbeitsweise und optimalen Service geboten bekommt. Und selbstverständlich muss nachgewiesen werden, dass sich in dem Diamanten, der den Hinterbliebenen von LifeGem übergeben wird, tatsächlich persönliches Material befindet.
Hinterbliebene entscheiden sich daher für den LifeGem Erinnerungsdiamanten.
6 Woher weiß ich als Hinterbliebener, dass der Diamant, den ich erhalte, auch tatsächlich aus dem Material angefertigt wurde, das ich zur Verfügung gestellt habe?
Natürlich ist dies eine Frage, die sehr oft gestellt wird. Und eine ähnliche Frage wird auch noch immer Krematorien gestellt: »Woher wissen Sie, dass die Asche in der Urne von meinem geliebten Verstorbenen ist?« Ebenso wie die Krematorien setzt auch LifeGem alles daran, die immer bestehenden Risiken auf ein akzeptables Minimum zu beschränken. Dazu gibt es vollständig ausgearbeitete Prozesse und eine auf Sorgfalt beruhende Arbeitsweise, ein fortschrittliches Tracking- und Tracing-System und genaue Kontrollen vor, während und nach jeder Prozessphase. Aber auch hier gilt, wie bei der Beantwortung der »Asche-Urne-Frage« durch Krematorien: 99 % sind beweis- und nachweisbar. Das letzte Prozent ist eine Frage des Vertrauens.
Weitere Einrichtungen, die LifeGem Europe BV Hinterbliebenen bietet, um die Zuverlässigkeit des Prozesses und die Authentizität des Produkts nachweisbar zu machen:
a. Hinterbliebene können jederzeit LifeGem Europe BV anrufen und die hochaktuellsten Informationen über ihren LifeGem Erinnerungdiamant bekommen.
b. Das LifeGem-Kennzeichen, das bereits bei der Annahme des Teils der Kremationsasche zugewiesen wird, wird mittels Kaltlaser in den Diamanten eingebracht, nachdem dieser geschliffen wurde.
c. Hinterbliebene, die gern einmal einen LifeGem-Produktionsstandort besichtigen möchten, sind jederzeit herzlich willkommen.
7 LifeGem Erinnerungsdiamanten haben eine helle, aber manchmal auch eine leichtere oder intensivere blaue oder gelbliche Farbe. Wie kommt das?
Die blaue Farbe eines LifeGem Diamanten rührt von einem Element namens Bor, das blaues Licht reflektiert. Die gelbliche Farbe stammt von Stickstoff. Wenn Hinterbliebene diese Farbe wünschen, kann Stickstoff während des Pressvorganges hinzugefügt werden. Der große Vorteil, der sich durch die Zugabe von Stickstoff ergibt, ist zum einen die prächtige Farbe (wie eine strahlende Sonne oder ein glänzender Stern) und zum andern ein noch stabilerer Produktionsprozess.
Ein unter Einfluss von Stickstoff angefertigter gelblicher Erinnerungsdiamant ist übrigens kein so genannter »behandelter« Diamant. Im Diamanthandel werden Diamanten mitunter »behandelt«, um die Farbe positiv zu beeinflussen. Dabei entsteht jedoch auch die Gefahr, dass diese Diamanten beim Erhitzen ihre Farbe verlieren. Stickstoff ist auch bei natürlichen Diamanten für die so genannte »fancy-gelbe« Farbe verantwortlich - wie übrigens auch Bor für die natürliche »fancy-blaue«.
Im Allgemeinen gilt für beide Farbvarianten, dass der Farbton von beinahe weiß bis hell gefärbt (ein Schimmer Blau oder Gelb) variiert. Jedoch kann die letztendliche Farbe nicht im Voraus garantiert werden. Diese ist vielmehr von der Menge an Bor bzw. Stickstoff und vom Ort der Bor- oder Stickstoffkonzentration im geschliffenen Diamanten abhängig. Am Ende bleibt die Anfertigung von Diamanten die Kopie eines natürlichen Vorganges, der sich nicht vollständig steuern lässt. Tatsache ist allerdings, dass hierdurch jeder LifeGem Erinnerungsdiamant absolut einzigartig ist.
Wussten Sie übrigens, dass die seltensten, berühmtesten, einzigartigen und dadurch kostbarsten Diamanten aus der Natur alle eine (oft intensiv blaue oder gelbe) Farbe haben
8 Wieviel kostet ein LifeGem Erinnerungsdiamant?
Der Preis eines LifeGem Diamanten ist vom Gewicht (Karat) und der Farbe abhängig. LifeGem Diamanten gibt es von 0,25 Karat bis 1,00 Karat (1 Karat = 0,2 g). Nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf für eine Preisangabe.
9 In welche Formen kann ein LifeGem Erinnerungsdiamant geschliffen werden?
Grundsätzlich kann ein LifeGem Diamant in jede gewünschte Form geschliffen werden. Standardmäßig hat sich LifeGem jedoch für einige Schliffe entschieden, die für ihre hohe Lichtreflexion bekannt sind. Diese Schliffe sind Brillant-Schliff (rund), Princess-Schliff (quadratisch) und Smaragd-Schliff (achteckig mit abgeflachten Ecken).
10 Kann ich mich noch zu Lebzeiten für einen LifeGem Erinnerungsdiamanten entscheiden?
Ja, die Entscheidung für einen LifeGem Erinnerungsdiamanten kann schon zu Lebzeiten getroffen werden. Sie können in Ihrem letzten Willen / Testament Ihren Wunsch für einen oder mehrere LifeGem Diamanten für Ihre Hinterbliebenen niederlegen. Auch können Sie finanzielle Maßnahmen in Form einer zusätzlichen Versicherung zu Ihrer Sterbegeldversicherung treffen. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Bestattungsunternehmer, Versicherer und/oder Notar.
11 Kann ich aus der Asche meines gestorbenen Haustieres einen Diamanten anfertigen lassen?
Ja, auch das ist eine Möglichkeit. Auch in der nach Einäscherung eines Haustieres verbleibenden Asche ist ein bestimmter Gehalt an Kohlenstoff vorhanden. Der Herstellungsprozess verläuft identisch.
12 Was sollte ich sonst noch wissen?
Anhand unserer Broschüre und dieser Fragen-und-Antworten-Übersicht sind Sie in großen Zügen informiert. Unsere LifeGem-Händler können Ihnen jederzeit weitere Informationen verschaffen oder ein Beispielexemplar zeigen, damit Sie einen Eindruck erhalten, wie ein LifeGem Erinnerungsdiamant aussieht. Besuchen Sie vor allem unsere Picture Gallery und betrachten Sie sich unsere Erinnerungsdiamanten in verschiedenen Varietäten. Sie können hier auch Schmuck unserer Kunden sehen, in den ein oder mehrere LifeGem Erinnerungsdiamanten eingesetzt sind.